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"Pflegebedürftige sollten von Menschen gepflegt werden, die diesen Beruf auch wirklich ausüben wollen - nicht von solchen, die dazu gezwungen sind, weil ihr Aufenthaltsstatus daran hängt."
Heiner Garg, Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister (FDP) hat den Vorschlag seines Kabinettskollegen und Grünen-Chefs Robert Habeck für ein Bleiberecht für Flüchtlinge, die in der Pflege arbeiten, als kontraproduktiv bezeichnet (Zitat der Woche in "CAREkonkret, Ausgabe vom 11.05.2018)
Diesem Statement ist uneingeschränkt zuzustimmen:
Werner Schell beim Neusser Pflegetreff am 09.05.2018
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat bereits wiederholt bemerkt, dass der Ruf nach Flüchtlingen für die Pflege keine Lösung sein kann. Für eine pflegerische Tätigkeit einschließlich Betreuung sind nicht nur entsprechende Eignung und Qualifizierungen nach westeuropäischen Standards erforderlich, sondern auch eine gute Sprachkompetenz. Es reicht insoweit nicht aus, soeben mal einen Sprachkurs besucht zu haben und über einen bescheidenen Wortschatz zu verfügen. Es ist bereits jetzt so, dass in den Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen allzu viele Personen angestellt sind, die sprachlich klare Defizite haben. Dem muss Einhalt geboten werden. - Natürlich spricht nichts dagegen, zugewanderte Personen dann in der Pflege zu beschäftigen, wenn sie dafür wirklich geeignet, qualifiziert und sprachlich kompetent sind. Solche Erwägungen nicht mehr in den Vordergrund zu rücken, sondern vornehmlich auf Bleiberechtserwartungen abzustellen, liegt wirklich völlig daneben.
Mit Rücksicht auf den "Tag der Pflegenden" (12.05.2018) sind solche Klarstellungen dringend geboten!
>>> viewtopic.php?f=3&t=22617
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Dazu passt ein Zitat:
Politik machen: den Leuten so viel Angst einjagen,
dass ihnen jede Lösung recht ist.
Wolfram Weidner