WHO ruft 2020 als „Internationales Jahr der Pflegenden und Hebammen aus“

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

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WHO ruft 2020 als „Internationales Jahr der Pflegenden und Hebammen aus“

Beitrag von WernerSchell » 09.07.2019, 14:40

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WHO ruft 2020 als „Internationales Jahr der Pflegenden und Hebammen aus“

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) hat mit großer Freude die Ankündigung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Kenntnis genommen: Die 72. World Health Assembly in Genf beschloss am 24. Mai, das Jahr 2020 als weltweites Jahr der professionell Pflegenden und Hebammen auszurufen.

„Das ist eine sehr gute Nachricht, der DBfK als nationaler Berufsverband der Pflegeberufe wird dieses Vorhaben nach Kräften unterstützen“, erklärte DBfK-Präsidentin Prof. Christel Bienstein dazu heute in Berlin. „Immer stärker setzt sich weltweit die Erkenntnis durch, dass die spezifischen Kompetenzen und die am hilfebedürftigen Menschen orientierte Arbeit von Pflegefachpersonen für ein funktionierendes Gesundheitssystem von immenser Bedeutung sind. Wir erwarten, dass jetzt endlich auch in Deutschland die Pflegeberufe an allen wichtigen Entscheidungen im System beteiligt werden. Das Jahr der Pflegenden sollte schon im Vorfeld für kräftige Investitionen in die Profession sorgen – schließlich wurde allzu lange an Pflege gespart. Die anhaltend schlechten Arbeitsbedingungen und die chronische Überlastung beruflich Pflegender sprechen eine deutliche Sprache. Viele Probleme wie z.B. der flächendeckende Pflegefachkräftemangel, den wir jetzt mühsam zu lindern versuchen, hätte es in diesem Ausmaß gar nicht geben müssen“, sagt die DBfK-Präsidentin.

Der Generaldirektor der WHO, Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, stelle bei der Bekanntgabe in Genf fest: „Die WHO ist stolz darauf, 2020 als das Jahr der Pflegenden und Hebammen zu nominieren. Diese beiden Gesundheitsberufe sind unschätzbar wertvoll für die Gesundheit der Bevölkerung. Ohne sie werden wir die Nachhaltigen Entwicklungsziele und eine universelle Gesundheitsversorgung nicht erreichen können. 2020 wird sich darauf fokussieren, die enormen Entbehrungen und Leistungen von Pflegefachpersonen und Hebammen hervorzuheben und sicherzustellen, dass wir den Mangel an diesen lebenswichtigen Berufen addressieren.“

Annette Kennedy, die Präsidentin des International Council of Nurses (ICN), betonte: „Die 20 Millionen Pflegefachpersonen weltweit werden begeistert sein, ihren Beruf in dieser Weise anerkannt zu sehen.“ Sie wies darauf hin, dass diese Ehrung ganz besonders willkommen sei, weil sich 2020 der Geburtstag der Pionierin der Krankenpflege, Florence Nightingale, zum 200. Mal jährt. „Florence Nightingale nutzte ihre Lampe, um die Orte zu beleuchten, an denen Pflegende arbeiteten. Ich hoffe, die Würdigung von 2020 als Internationales Jahr der Pflegenden und Hebammen wird uns eine neue Vision 2020 bringen darüber, was Pflegen in einer neuen Ära bedeutet und wie professionell Pflegende den Weg weisen zu universeller Gesundheitsversorgung und Gesundheit für alle!“

Quelle: Pressemitteilung vom 27.05.2019
Johanna Knüppel, Referentin, Sprecherin, Redakteurin
Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK)
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin
Tel.: 030-2191570
Fax: 030-21915777
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DBfK ruft Arbeitgeber zur Beteiligung an Nightingale Challenge auf

Beitrag von WernerSchell » 09.07.2019, 14:45

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Aufruf an Arbeitgeber: Machen Sie mit bei der ‚Nightingale Challenge‘!

Aus Anlass des kommenden weltweiten Jahrs der Pflegenden und Hebammen 2020 wurde Ende Juni beim Internationalen ICN-Kongress in Singapur die "Nightingale Challenge" gestartet. Der DBfK fordert Arbeitgeber im deutschen Gesundheitswesen ausdrücklich auf, sich zu beteiligen.

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Die Weltgesundheitsorganisation hat 2020 als „Jahr der Pflegenden und Hebammen“ ausgerufen, äußerer Anlass ist der 200. Geburtstag von Florence Nightingale. Und deshalb trägt die Kampagne, die am 28. Juni 2019 beim ICN-Kongress in Singapur gestartet wurde und von Januar bis Dezember 2020 weltweit laufen soll, ihren Namen: THE NIGHTINGALE CHALLENGE. Ihr Ziel ist, eine Generation junger Pflegefachpersonen und Hebammen als Führungskräfte, Praktiker und einflussreiche Interessenvertreter im Gesundheitswesen zu befähigen und zu fördern. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) fordert Einrichtungen im deutschen Gesundheitswesen ausdrücklich dazu auf, diese Gelegenheit zu nutzen und sich an der Initiative aktiv zu beteiligen. Träger der Kampagne sind u.a. die NURSING NOW Initiative und der International Council of Nurses (ICN).

Was ist geplant? Arbeitgeber im Gesundheitswesen sind aufgefordert, sich an der Challenge verbindlich zu beteiligen. Sie zeichnen eine Selbstverpflichtung und führen in 2020 ein Trainingsprogramm für eine Gruppe ihrer jungen Pflegefachpersonen bis zum Alter von 35 durch. Unter www.nursingnow.org/nightingale gibt es eine Informationsbroschüre dazu, auch Impulse und Vorschläge für eine wirksame und attraktive Umsetzung sind enthalten. Teilnehmenden Einrichtungen wird Unterstützung geboten, sie können sich regional und national vernetzen und ihre Ideen und Erfahrungen teilen. Ende 2020 liefert jede teilnehmende Einrichtung einen Bericht ab.

Der DBfK ist nationaler NURSING NOW-Partner und unterstützt diese Initiative ausdrücklich. Sie kann gerade in Deutschland ein wichtiger Baustein zur Talentförderung und Mitarbeiterbindung und damit Lösungsansatz gegen den Pflegefachpersonalmangel sein. Wir hoffen, dass sich besonders junge Frauen in der Pflege diese Chance nicht entgehen lassen bzw. sie von ihren Arbeitgebern offensiv einfordern. Alle Informationen über die Initiative, Materialien zum Download und die Online-Anmeldung gibt es unter www.nursingnow.org/nightingale/.

Im Februar 2018 gestartet hat sich die NURSING NOW Initiative inzwischen weltweit ausgebreitet. In mehr als 89 Ländern setzt sie sich aktiv für bessere Gesundheitssysteme ein und unterstützt Pflegefachpersonen darin, regional, national und weltweit Veränderungen anzustoßen und zu steuern.

Quelle: Pressemitteilung vom 09.07.2019
Johanna Knüppel, Referentin, Sprecherin, Redakteurin
Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK)
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin
Tel.: 030-2191570
Fax: 030-21915777
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> https://www.dbfk.de/de/presse/meldungen ... llenge.php
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2020 – Internationales Jahr der Pflegefachpersonen und Hebammen

Beitrag von WernerSchell » 02.01.2020, 16:55

Deutscher Pflegerat e.V.

2020 – Internationales Jahr der Pflegefachpersonen und Hebammen
WHO unterstreicht Bedeutung der beiden Gesundheitsprofessionen für die Versorgung


Im Mai 2019 hat die Weltgesundheitsversammlung beschlossen, das gesamte Jahr 2020 zum Internationalen Jahr der Pflegefachpersonen und Hebammen (Nurses and Midwives) zu erklären. Dazu sagt in Berlin der Präsident des Deutschen Pflegerats, Franz Wagner:

„Der Deutsche Pflegerat begrüßt den Entschluss der Weltgesundheitsversammlung und die damit verbundene Anerkennung des unverzichtbaren Beitrags von Pflegefachpersonen und Hebammen für eine gute Gesundheitsversorgung der Menschen auf der ganzen Welt. Es geht aber nicht nur darum, diese beiden Professionen zu feiern, sondern auch darum, in Zeiten des Personalmangels in sie zu investieren. Für beide Professionen gibt es ab dem 01.01.2020 in Deutschland neue Ausbildungsgesetze. Die Umsetzung dieser Gesetze bedarf einer breiten Unterstützung und Förderung durch die Verantwortlichen in Bund und Ländern.

Gerade in der Pflege bleibt Deutschland sowohl bei der Ausbildung als auch beim Berufsprofil deutlich hinter den Möglichkeiten zurück. Damit wird vor allem chronisch Kranken und pflegebedürftigen Menschen wichtige Unterstützung vorenthalten. Es ist überfällig und dem Ziel des Internationalen Jahres angemessen, endlich die rechtlichen und personellen Voraussetzungen für einen adäquaten Einsatz der Kompetenzen der Pflegefachpersonen zu schaffen.

Wir erwarten, dass die in der Konzertierten Aktion Pflege angekündigten Schritte zur Verbesserung der Rahmenbedingungen pflegerischer Arbeit zügig umgesetzt werden. Dazu gehört neben der Personalbemessung in der Langzeit- und der Akutpflege auch der Strategieprozess zur Aufgabenverteilung zwischen den Gesundheitsberufen. Nur ein Gesamtpaket wird dem tollen Beruf Pflege wieder seine Attraktivität zurückgeben.“

Ansprechpartner:
Dr. h.c. Franz Wagner
Präsident des Deutschen Pflegerats

Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)
Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin
Telefon: (0 30) 398 77 303
Telefax: (0 30) 398 77 304
E-Mail: presse@deutscher-pflegerat.de
Internet: www.deutscher-pflegerat.de

Zum Deutschen Pflegerat e.V. (DPR):
Der Deutsche Pflegerat e.V. wurde 1998 gegründet, um die Positionen der Pflegeorganisationen einheitlich darzustellen und deren politische Arbeit zu koordinieren. Darüber hinaus fördert der Zusammenschluss aus 15 Verbänden die berufliche Selbstverwaltung. Als Bundesarbeitsgemeinschaft des Pflege- und Hebammenwesens und Partner der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen vertritt der Deutsche Pflegerat heute die insgesamt 1,2 Millionen Beschäftigten der Pflege. Über die berufliche Interessensvertretung hinaus ist der Einsatz für eine nachhaltige, qualitätsorientierte Versorgung der Bevölkerung oberstes Anliegen des Deutschen Pflegerats.

Präsident des Deutschen Pflegerats ist Dr. h.c. Franz Wagner. Vizepräsidentinnen sind Irene Maier und Christine Vogler.

Mitgliedsverbände:
Arbeitsgemeinschaft christlicher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen e.V. (ADS); AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen e.V. (AVG); Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe e.V. (BLGS); Bundesverband Geriatrie e.V. (BVG); Bundesverband Pflegemanagement e.V.; Deutscher Hebammenverband e.V. (DHV); Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e.V. (BeKD); Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie e.V. (BFLK); Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK); Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e.V. (DGF); Deutscher Pflegeverband e.V. (DPV); Katholischer Pflegeverband e.V.; Verband der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz e.V. (VdS); Verband für Anthroposophische Pflege e.V. (VfAP) und Verband der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätsklinika e.V. Deutschland (VPU).
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
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Gesundheitspolitik geht nicht ohne Beteiligung der Pflegenden

Beitrag von WernerSchell » 10.01.2020, 17:24

In Zukunft nur noch mit uns: Gesundheitspolitik geht nicht ohne Beteiligung der Pflegenden
Auftakt zum Jahr der Pflegenden und Hebammen 2020


Zu Beginn des von der WHO ausgerufenen internationalen Jahrs der Pflegefachpersonen und Hebammen trafen sich in Essen engagierte Verbandsvertreterinnen und -vertreter zu einem Neujahrsfrühstück. Einhelliger Tenor: Wir sind viele. Wir sind 24 Stunden an 365 Tagen im Einsatz für Menschen mit Pflegebedarf. Wir sichern die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung. Wir fordern eine Beteiligung an allen gesundheitspolitischen Entscheidungen. Dafür müssen wir als Berufsgruppe im Jahr 2020 lauter werden.
In der Regionalvertretung des DBfK Nordwest in Essen kamen rund 50 haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende des Pflegefachverbandes zusammen, um sich über Strategien und Aktionen für das laufende Jahr auszutauschen. Der Schwung, der durch internationale, vom DBfK unterstützte Kampagnen wie Nursing Now und die Nightingale Challenge (Link zur Homepage) aus dem Ausland hereinkommt, will der DBfK Nordwest nutzen.
„Das Jahr der Pflegenden bietet die Chance für alle Entscheidungsträger im deutschen Gesundheitswesen, endlich die Versäumnisse der Vergangenheit in Bezug auf den Pflegeberuf zu korrigieren“, sagt Martini Dichter, Vorsitzender des DBfK Nordwest. „Signifikante Verbesserungen bei den Arbeitsbedingen sind kein Wunschdenken, sie sind vielmehr das Mindestmaß an notwendigen Veränderungen, um den Pflegeberuf wieder attraktiv zu machen. Unterbleiben diese Verbesserungen, wird es 2020 und in den Folgejahren zu einer immer größeren Lücke zwischen benötigten und vorhandenen Pflegefachpersonen in Deutschland kommen. Dies wird sich an geschlossenen Stationen, Wohnbereichen, Abteilungen und ganzen Einrichtungen in der stationären Akut- und Langzeitpflege sowie der Anzahl abgelehnter Menschen mit Pflegebedarf durch ambulante Dienste zeigen“, so Dichter weiter. Die Forderungen des DBfK im Einzelnen:
• Eine verantwortungs- und leistungsgereichte Vergütung mit einem Bruttogrundgehalt für vollzeitbeschäftigte Pflegepersonen von mindesten 4 000 € im Monat
• Die Substitution von heilkundlichen Aufgaben, die sowieso jeden Tag von Pflegefachpersonen durchgeführt werden
• Die Selbstverwaltung des Pflegeberufs durch Pflegeberufekammern in allen Bundesländern und im Bund
Neben intensiven politischen Aktivitäten unterstützt der DBfK Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen durch Informationen und kostenlose Bildungsangebote im Jahr der Pflegenden. „Das Jahr der Pflegenden muss für alle beruflich Pflegenden sicht- und spürbar werden. Hier steht der DBfK – vor allem aber auch Arbeitgeber und Politiker in der Verantwortung. Wir erwarten seitens der Entscheidungsträger deutliche Zeichen der Wertschätzung, die den gesellschaftlichen Wert pflegerischen Handelns zum Ausdruck bringen. Zusätzlich sollten Arbeitgeber Pflegefachpersonen verstärkt Bildungsangebote unterbreiten“, fordert Dichter. Hierbei unterstützt der DBfK Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen aktiv durch kostenlose Informations- und Bildungsangebote.
Der Kontakt für interessierte Einrichtungen: nordwest@dbfk.de (Betreff: Jahr der Pflegenden 2020)

Quelle: Pressemitteilung vom 10.01.2020
Katharina von Croy | M.A. Versorgung von Menschen mit Demenz | Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Nordwest e.V.
Geschäftsstelle | Lister Kirchweg 45 | D-30163 Hannover
Regionalvertretung Nord | Am Hochkamp 14 | D-23611 Bad Schwartau
Regionalvertretung West | Beethovenstraße 32 | D-45128 Essen
Telefon +49 511 696844-136 | Telefax +49 511 696844-299 | nordwest@dbfk.de
www.dbfk.de
Sitz des Vereins - Hannover | Vereinsregister - Amtsgericht Hannover VR 2583 | vertreten durch den geschäftsführenden Vorstand - Martin Dichter, Ph.D. (Vorsitzender), Prof. Dr. Nina Fleischmann, Swantje Seismann-Petersen
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
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Es reicht! Bündnis „Nurses for Future“ macht mobil – für die Zukunft der professionell Pflegenden

Beitrag von WernerSchell » 18.02.2020, 18:04

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Es reicht! Bündnis „Nurses for Future“ macht mobil – für die Zukunft der professionell Pflegenden

Immer wieder wird die Berufsgruppe der Pflegenden zum Spielball politischer und wirtschaftlicher Interessen, wie aktuell im Zuge der Querelen um die Pflegeberufekammern in Niedersachsen und Schleswig-Holstein deutlich wird. Die Unterstützung aus den Reihen der politisch Verantwortlichen ist bestenfalls halbherzig, und bei anderen gesellschaftlichen Interessengruppen ist sie gar nicht vorhanden. Unter der Federführung des DBfK Nordwest hat sich jetzt ein Bündnis zusammengeschlossen, das für eine starke und selbstbewusste Pflege aktiv wird - mit gutem Grund im WHO Jahr der Pflegenden und Hebammen: NURSES FOR FUTURE – FUTURE FOR NURSES.

Die zentralen Forderungen des Bündnisses an Politik und Gesellschaft sind:
1. Qualität der Versorgung mit dem Wissen der Pflegefachpersonen entwickeln – Pflegeberufe haben einen Wert für die Menschen mit einem Pflegebedarf und die Gesellschaft als Ganzes.
2. Recht auf Vollzeit und Mitbestimmung ausbauen – in Teilzeit beschäftigten Frauen in Pflegeberufen droht oft Altersarmut.
3. Übertragung von heilkundlichen Aufgaben in voller Verantwortung und mit entsprechender Vergütung, die im Alltag schon heute von Pflegefachpersonen durchgeführt werden.
4. Verbindliche Aus-, Fort- und Weiterbildungsstandards – bessere Pflege heißt mehr Profession – nicht mehr Hände ohne Qualifikation.
5. Die Selbstverwaltung des Pflegeberufs durch Pflegeberufekammern in allen Bundesländern und im Bund, um gleichberechtigter Partner im Gesundheitssystem zu sein.
6. Eine der Verantwortung und Leistung entsprechende Vergütung.

Das Bündnis vertritt ausdrücklich auch die Rechte der Frauen – bei einem Anteil von 85 % an den beruflich Pflegenden höchste Zeit! Die Nichtachtung der Interessen von Pflegenden und die sich kontinuierlich verschlechternden Arbeitsbedingungen sind auch eine Benachteiligung von Frauen, ebenso eine von jungen Pflegefachpersonen, die sich gegen jeden Trend für diesen Beruf entscheiden. Sie werden durch mangelnde Wertschätzung, unzureichende Förderung durch Fort- und Weiterbildung und schlechte Arbeitsbedingungen um ihre Zukunftsperspektive betrogen.
Diese Benachteiligung spiegelt sich in einer kurzen Verweildauer im Beruf sowie einer hohen Teilzeitquote wider. Arbeitgeber und politische Entscheidungsträger haben über Jahre und Jahrzehnte hinweg die Perspektive von Pflegenden ignoriert und negiert. Damit ist der landesweit wahrnehmbare Mangel an Pflegefachpersonen hausgemacht. Er führt heute zu einer wahrnehmbaren Unterversorgung der Bevölkerung mit qualitativ hochwertiger Pflege. So vergeht kaum ein Tag ohne Berichte über Betten- und Stationssperrungen im Krankenhaus und der stationären Altenpflege sowie über die Ablehnung von Menschen mit Pflegebedarf von ambulanten Pflegediensten. Ursächlich hierfür ist in der Regel der Mangel an Pflegefachpersonen. Dieser Entwicklung kann nur gegengesteuert werden durch ein entschiedenes Handeln und die politische Umsetzung der Forderungen des Bündnisses Nurses for Future.

Der DBfK Nordwest ruft deshalb nicht nur alle Pflegenden, sondern auch alle Frauen, Jugendlichen, Patientenvertreterinnen und Patientenvertreter und mobile Menschen mit Pflegebedarf auf, mit auf die Straße zu gehen und den Forderungen der beruflich Pflegenden Nachdruck zu verleihen.
Wann? Am 7. März 2020 zwischen 10 und 15 Uhr
Wo? Auf dem Opernplatz in Hannover
Wie? Wir werden laut!
Mit wem? Aktiven aus den Verbänden, Unterstützern aus Politik und Gesellschaft, Mikrofon und Musik – und mit Ihnen
Was? Ein starkes Signal für die Aufwertung des Pflegeberufs - bundesweit
Weitere Informationen auf der Bündnishomepage www.future-for-nurses.de

Die Mitglieder des Bündnisses:
Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe DBfK e.V.
Bayerischer Landespflegerat BAY.ARGE
Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland BeKD e.V.
Bremer Pflegerat
Deutscher Pflegerat
Deutscher Pflegeverband DPV e.V.
European Federation of Nurses Association (EFN)
Landesfrauenrat Niedersachsen e.V.
Landespflegerat Hessen
Landespflegerat Saarland
Landesseniorenrat Niedersachsen e.V.
Sächsischer Pflegerat
Verband der Schwesternschaften vom DRK e.V.

Quelle: +++ Pressemitteilung vom 18.02.2020 +++
Katharina von Croy | M.A. Versorgung von Menschen mit Demenz | Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Nordwest e.V.
Geschäftsstelle | Lister Kirchweg 45 | D-30163 Hannover
Regionalvertretung Nord | Am Hochkamp 14 | D-23611 Bad Schwartau
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Europäischer Pflegeverband sendet Brandbrief an deutsche Gesundheitsminister in Land und Bund

Beitrag von WernerSchell » 18.02.2020, 18:21

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Europäischer Pflegeverband sendet Brandbrief an deutsche Gesundheitsminister in Land und Bund

Patientensicherheit und Pflegequalität erfordern eine Selbstverwaltung beruflich Pflegender. Die Selbstverwaltung beruflich Pflegender in Deutschland dürfe nicht fallen gelassen werden – so die European Federation of Nurses Associations (EFN), Dachverband von 36 Berufsverbänden und 3 Mio. Pflegefachpersonen europäischer Länder. Mit einem Brandbrief wendet sich die EFN an die mit den Ressorts Gesundheit und Pflege betrauten Minister in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und deren Ministerpräsidenten und das Bundesgesundheitsministerium mit dem Appell, die pflegeprofessionelle Entwicklung in Deutschland nicht einzustellen, sondern aktiv zu fördern.
Das politische Gebaren der Landesministerien in Niedersachsen und Schleswig-Holstein sorgt in der Diskussion um die Errichtung von Pflegeberufekammern weit über die Landesgrenzen hinweg für Aufsehen. Auf Unverständnis stößt die Kenntnisnahme eines möglichen Einbruchs der ministeriellen Unterstützung der Errichtung von Pflegeberufekammern bei der European Federation of Nurses Associations EFN.
Für Patientensicherheit und die Qualität der pflegerischen Versorgung in Deutschland wendet sich die EFN in einem Brandbrief direkt an die mit den Ressorts Pflege und Gesundheit betrauten Minister in denjenigen Bundesländern, in denen Pflegeberufekammern schon existieren, aber derzeit politisch und hierüber öffentlich in der Kritik stehen:
• Dr. Carola Reimann, Niedersachsen,
• Dr. Heiner Garg, Schleswig-Holstein.
Die jeweiligen Ministerpräsidenten Stephan Weil (Niedersachsen) und Daniel Günther (Schleswig-Holstein) werden mit dem Brandbrief des europäischen Dachverbands ebenfalls namentlich adressiert, wie auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und der Pflegebeauftragte der Bundesregierung Andreas Westerfellhaus. Karl-Josef-Laumann sowie Ministerpräsident Armin Laschet (Nordrhein-Westfalen) wurden zur Kenntnisnahme und Bestärkung ihres Weges ebenfalls angesprochen.
Eine Entwicklung von Pflegeberufekammern zur Bewerkstelligung zukünftiger Herausforderungen in der Sicherstellung professioneller Pflege begrüßt die EFN und erachtet sie sogar für notwendig – insbesondere die Entwicklung und Verpflichtung zur Einhaltung einer ständischen Berufsordnung wird als elementar angesehen.
In Deutschland existieren bereits in drei Bundesländern Pflegeberufekammern: Rheinland-Pfalz (2016), Schleswig-Holstein (2018) und Niedersachen (2018). Nordrhein-Westfalen ist seit Jahresbeginn 2020 mit der Errichtung einer Pflegeberufekammer befasst und auch Baden-Württemberg hat sich perspektivisch 2021 für die Errichtung entschieden.
Die ministerielle Unterstützung und Begleitung der Kammererrichtung beurteilten der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe DBfK und die jeweiligen Landespflegeberufekammern zuletzt in Niedersachsen und Schleswig-Holstein mehrfach als mangelhaft und inakzeptabel. „Einzelne Versuche von Landesministerien, das Gesamtkonstrukt Pflegeberufekammer zu gängeln und in Frage zu stellen, widersprechen der demokratisch vereinbarten Zielsetzung. Die Notwendigkeit der Errichtung von Pflegeberufekammern im Sinne einer qualitativ hochwertigen pflegerischen Versorgung ist längst geklärt und muss politisch mit gestärkt werden“, so Martin Dichter, Vorsitzender des DBfK Nordwest.
Die Erbringung einer sicheren und qualitativ hochwertigen pflegerischen Versorgung müsse laut EFN im Verantwortungsbereich der beruflich Pflegenden selbst liegen. Die Errichtung von Pflegeberufekammern in den Bundesländern, die Stärkung der professionellen Pflege und die Sicherstellung einer patientenzentrierten Versorgung seien originäre politische Aufgabenfelder. Die EFN betont den Bedarf pflegefachlicher Versorgung für das Gesundheitssystem: befähigte Pflegefachpersonen werden sowohl für den Einsatz 24 Stunden am Tag / 7 Tage in der Woche gebraucht als auch in der Ausgestaltung der Rahmenbedingungen und des Gesundheitssystems als solchem, heißt es in dem Papier. Motivierte und zur Wahrung von Patientensicherheit befähigte Pflegefachpersonen sind der Schlüssel zur perspektivischen Sicherstellung von pflegerischer Versorgung und deren Qualität.

Weitere Informationen:
EFN-Brandbrief an die Minister vom 17.02.2020 (übersetzt vom DBfK Nordwest e.V.) / Original Brandbrief EFN (PDF)

Quelle: Pressemitteilung vom 18.02.2020
Stefan Schwark / Referent | M.Sc. Gesundheitsökonomie | B.A. Betriebswirtschaft im Gesundheitswesen | Pflegefachmann
Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Nordwest e.V.
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Telefon +49 511 696844-136 | Telefax +49 511 696844-299 | nordwest@dbfk.de
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Kurs zum Thema ‚Führung‘ für Pflegefachpersonen an der hsg Bochum

Beitrag von WernerSchell » 28.02.2020, 16:53

Pressemitteilung der Hochschule für Gesundheit vom 28. Februar 2020

Kurs zum Thema ‚Führung‘ für Pflegefachpersonen an der hsg Bochum

Unter dem Motto ‚Pflege führt!‘ bietet das Department für Pflegewissenschaft der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum) für Pflegefachpersonen im Alter von bis zu 35 Jahren einen kostenfreien fünftägigen Kurs zum Thema ‚Führung‘ an.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das Jahr 2020, das Jahr des 200. Geburtstags von Florence Nightingale, zum ‚Internationalen Jahr der Pflegekräfte und Hebammen‘ erklärt. Nightingale war britische Krankenschwester, Statistikerin und Begründerin der modernen westlichen Krankenpflege.

Der Kurs für Pflegekräfte der hsg Bochum ist ein Beitrag der Hochschule im Rahmen des ‚Internationalen Jahres der Pflegekräfte und Hebammen‘. „Im Gesundheitswesen stehen die Zeichen nicht nur politisch auf Veränderung und diesen Wandel möchten wir mit diesem Seminar im Rahmen der WHO-Aktion unterstützen! Wir stehen für eine selbstbestimmte und aktive Pflege, die in der Praxis den Pflegeprozess autonom leitet“, erklärte Prof. Dr. André Posenau, der an die hsg Bochum die Professur für Interaktion und interprofessionelle Kommunikation in Pflege und Gesundheitsfachberufen innehat.

Der fünftägige Kurs in der hsg Bochum auf dem Gesundheitscampus NRW hat das Ziel, mit Pflegekräften, die am Anfang ihrer Karriere stehen, das Thema Personalführung zu erarbeiten.

Pflegepersonal kommt in der Praxis meist auf Fall- oder Organisationsebene eine Schlüsselposition zu, die sogenannte Führungskompetenzen erfordert. Immer öfter müssen auch Pflegekräfte im klinischen Alltag Entscheidungen treffen oder kooperativ-koordinierend herbeiführen - sowohl im Setting Krankenhaus als auch in der ambulanten Versorgung. Damit die Pflegekräfte in diesen konfliktbehafteten Situationen kompetent und klient*innenorientiert handeln können, werden sie im Rahmen des Kurses geschult.

Flankiert werden die fünf Seminartage, die über den Zeitraum von April bis November laufen, durch einen Onlinekurs, in dem Teilnehmende alle Unterlagen und weitere Fortbildungsmöglichkeiten um Beispiel zum Thema Projektmanagement vorfinden.

Das Seminar schließt mit einem Zertifikat der hsg Bochum ab. Anmeldungen sind über die hsg-Homepage per Mail möglich. Weitere Informationen sind auf der hsg-Homepage zu finden.

Der Kurs findet statt am 2. April, 18. Juni, 8. und 9. Oktober sowie am 20. November 2020.

Das angehängte Foto kann für redaktionelle Zwecke in Verbindung mit den Inhalten der Meldung mit dem Credit ‚Foto: hsg Bochum/Jürgen Nobel‘ kostenfrei eingesetzt werden. Mögliche Bildunterzeile:

<BiG-0808klein.jpg> Der fünftägige Kurs zum Thema ‚Führung‘ ist für Pflegefachpersonen im Alter von bis zu 35 Jahren an der hsg Bochum kostenfrei. Eine Anmeldung per Mail ist erforderlich.

Die Meldung ist auf der hsg-Homepage hier zu finden > https://www.hs-gesundheit.de/aktuelles/ ... hsg-bochum

Pressekontakt: hsg Bochum · Hochschule für Gesundheit - University of Applied Sciences, Gesundheitscampus 8, 44801 Bochum, Pressesprecherin Dr. Christiane Krüger, T +49 234 77727 - 124, M +49 151 27526542, Mail: Christiane.Krueger(at)hs-gesundheit.de, Web: www.hs-gesundheit.de, hsg-magazin, Facebook, Twitter, Instagram
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Coronavirus. Die Berufsgruppe der Pflegenden und des Hebammenwesens stellt sich der Lage

Beitrag von WernerSchell » 20.03.2020, 07:24

PRESSEMELDUNG
Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)
Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen:

Berlin (19. März 2020, Nr. 8/2020)

Coronavirus. Die Berufsgruppe der Pflegenden und des Hebammenwesens stellt sich der Lage
Der Deutsche Pflegerat appelliert an die Menschen in Deutschland, die Pflegenden zu unterstützen


Der Präsident des Deutschen Pflegerats e.V. (DPR), Franz Wagner, zum Coronavirus:

„Der Deutsche Pflegerat dankt unseren Kolleginnen und Kollegen und unterstützt sie. Wir versprechen, dass wir uns für Sie und für die Belange der Profession einsetzen werden. Die Berufsgruppe der Pflegenden und des Hebammenwesens steht für die Versorgung der Menschen auch in Krisen- und Katastrophenzeiten bereit. Dies ist angesichts einer grundsätzlich angespannten Lage im Beruf in allen Versorgungsbereichen eine Herausforderung. Doch jetzt gilt es, diese Krise gemeinsam zu meistern. Wir anerkennen die Anstrengungen von Regierungen und Behörden in Bund und Ländern.

Es gilt jetzt das richtige Maß für die Lösungen der bevorstehenden Aufgaben zu finden. Es gilt besonnen und situativ angemessen, Sonderregelungen wie z.B. Abweichungen bei Qualitätsanforderungen oder Schutzgesetzen zu ermöglichen. Ein Missbrauch solcher Ausnahmen muss ausgeschlossen werden. Und es kann sich dabei nur um befristete Ausnahmen handeln. Das gilt auch für den Bereich der Pflegeausbildung.

Bisher liegt der Fokus der Bewältigung des Virus mit Blick auf die Pflege stark im Krankenhausbereich. Aber auch in der Langzeitpflege und in der häuslichen Pflege, in der Existenzängste vorliegen, wenn sie keine Leistungen mehr erbringen können, gibt es Vorbereitungs- und Handlungsbedarf. Hier scheint vor allem die Beschaffung von Schutzmaterial das größte Problem zu sein. Doch ohne Schutzmaßnahmen ist eine sichere Versorgung unmöglich. Die Situation in den Pflegeheimen ist durch die sinnvollen Besuchsverbote für viele Bewohnerinnen und Bewohner gleichfalls schwierig und bedeutet auch hier eine zusätzliche Belastung für die Mitarbeitenden. Vollumfängliche finanzielle Hilfen für die Einrichtungen in der Pflege und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen unbürokratisch bereitgestellt werden.

Kontraproduktiv wäre es, ausländische Pflegende ohne Anerkennung jetzt arbeiten zu lassen. Es gibt keine Veranlassung, berufsrechtliche Anforderungen, die dem Schutz der Menschen mit Pflegebedarf dienen, auszusetzen. Denn wer sollte diese Pflegenden anleiten? Wer soll sicherstellen, dass sie angemessen handeln können und sicher kommunizieren? Das wäre ein falsches Signal, das eher zu zusätzlichen Belastungen der Pflegenden führt.

Die Menschen, die in dieser Krisensituation an vorderster Front arbeiten - viele von ihnen sind Pflegende - und dabei oft die eigene Gesundheit riskieren, haben Anspruch auf die Anerkennung dieser Leistung, materiell und über Materielles hinaus. Gewährleistet werden muss, dass wenn nur ein Elternteil in der direkten Patientenversorgung arbeitet, der Anspruch auf Notbetreuung deren Kinder besteht.

Die Bewältigung der Corona-Krise wird uns vieles lehren. Wir erwarten, dass danach die richtigen Weichenstellungen erfolgen, um im Alltag eine bessere Gesundheitsversorgung und Pflege möglich zu machen und auch besser auf Krisen vorbereitet zu sein. Pflege ist ein systemrelevanter Beruf, dies wird spätestens jetzt allen deutlich. Er hat ein hohes Potenzial sowie tolle und kompetente Menschen. Sie können deutlich mehr Verantwortung übernehmen, nicht zuletzt im Öffentlichen Gesundheitsdienst.

Solidarität, Kompetenz, Zugewandtheit und Fürsorge zeichnen den Beruf aus – wir appellieren an die Menschen in Deutschland, die Pflegenden zu unterstützen. Wir bitten alle Bürgerinnen und Bürger auf sich und ihre Mitmenschen zu achten. Halten Sie sich an die Vorgaben zur Verzögerung der Ausbreitung des Virus. Beachten Sie die bekannten Hygieneregeln! Bleiben Sie sich im sicheren Abstand zugewandt. Sie schützen damit sich selbst, Ihre Familie und Freunde und alle Menschen um Sie herum.

Wir bitten Pflegefachpersonen, die derzeit nicht in der Patientenversorgung arbeiten, sich in der aktuellen Lage für die Versorgung zur Verfügung zu stellen. Das sollte auch entsprechend gewürdigt werden.

Es ist wichtig, besonnen zu handeln und sich nicht durch falsche Informationen verunsichern zu lassen. Vertrauenswürdige Informationen finden Sie u. a. auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums www.bundesgesundheitsministerium.de, des Robert Koch-Instituts www.rki.de und den Websites einiger unserer Mitgliedsverbände."

Ansprechpartner:
Dr. h.c. Franz Wagner
Präsident des Deutschen Pflegerats

Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)
Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin

Telefon: (0 30) 398 77 303
Telefax: (0 30) 398 77 304
E-Mail: presse@deutscher-pflegerat.de
Internet: www.deutscher-pflegerat.de
Zum Deutschen Pflegerat e.V. (DPR):
Der Deutsche Pflegerat e.V. wurde 1998 gegründet, um die Positionen der Pflegeorganisationen einheitlich darzustellen und deren politische Arbeit zu koordinieren. Darüber hinaus fördert der Zusammenschluss aus 15 Verbänden die berufliche Selbstverwaltung. Als Bundesarbeitsgemeinschaft des Pflege- und Hebammenwesens und Partner der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen vertritt der Deutsche Pflegerat heute die insgesamt 1,2 Millionen Beschäftigten der Pflege. Über die berufliche Interessensvertretung hinaus ist der Einsatz für eine nachhaltige, qualitätsorientierte Versorgung der Bevölkerung oberstes Anliegen des Deutschen Pflegerats.
Präsident des Deutschen Pflegerats ist Dr. h.c. Franz Wagner. Vize-Präsidentinnen sind Irene Maier und Christine Vogler.
Mitgliedsverbände:
Arbeitsgemeinschaft christlicher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen e.V. (ADS); AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen e.V. (AVG); Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe e.V. (BLGS); Bundesverband Geriatrie e.V. (BVG); Bundesverband Pflegemanagement e.V.; Deutscher Hebammenverband e.V. (DHV); Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e.V. (BeKD); Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie e.V. (BFLK); Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK); Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e.V. (DGF); Deutscher Pflegeverband e.V. (DPV); Katholischer Pflegeverband e.V.; Verband der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz e.V. (VdS); Verband für Anthroposophische Pflege e.V. (VfAP) und Verband der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätsklinika e.V. Deutschland (VPU).

Quelle: Pressemitteilung vom 19.03.2020
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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WernerSchell
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‚Junge Pflege‘ befürchtet Ausbildungsmängel durch Corona

Beitrag von WernerSchell » 19.05.2020, 07:03

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‚Junge Pflege‘ befürchtet Ausbildungsmängel durch Corona

Die Pandemie ist für das Gesundheitssystem eine schwer zu bewältigende Herausforderung und wird das noch lange bleiben. Auszubildende und Studierende der Pflegeberufe trifft sie aber besonders hart und für viele unter ihnen zu einem äußerst ungünstigen Zeitpunkt: für manche mitten in der Prüfungsvorbereitung, für andere am Ausbildungsstart bzw. in ihrer Probezeit. Dazu in einer Reformphase der Pflegeausbildung, die noch nicht überall vollständig abgeschlossen werden konnte.

Mit der bundesweiten Schulschließung Mitte März wurden auch die Pflegeschulen und Hochschulen geschlossen. Unterricht und Vorlesungen können allenfalls eingeschränkt oder gar nicht stattfinden. Viele Schüler/innen wurden stattdessen – ungeachtet ihres Ausbildungsstands – in den praktischen Einsatz auf die Stationen geschickt.

Welche Risiken das birgt für alle Beteiligten, welche Folgen eine derart defizitäre Ausbildungsqualität dauerhaft nach sich zieht und welche Lösungsansätze dies verhindern können, ist Inhalt eines Impulspapiers der Junge-Pflege-Lenkungsgruppe im Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK). Sie benennt und begründet die zu beobachtenden Mängel, verweist auf gesetzliche Verpflichtungen der Ausbildungsträger und stellt gut begründete Forderungen, u.a. nach systematischer Praxisanleitung und -begleitung, psychologischer Betreuung der Auszubildenden während der Pandemie, Förderung digitaler Ausstattung, Anpassung der Probezeitregelung usw.

Mit dem Titel „Pflegeausbildung darf der COVID-19 Pandemie nicht zum Opfer fallen“ ist das 2-seitige Papier als Download unter dbfk.de > Veröffentlichungen > Positionspapiere abzurufen.

Quelle: Pressemitteilung vom 19.05.2020
Johanna Knüppel, Referentin, Sprecherin, Redakteurin
Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK)
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin
Tel.: 030-2191570
Fax: 030-21915777
redaktion@dbfk.de
www.dbfk.de
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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